Teamkonflikte konstruktiv nutzen: Warum Reibung Innovation erzeugt
Konflikte im Team sind kein Problem. Sie sind ein Zeichen für Engagement. Wenn man sie richtig nutzt.
Teil des Clusters Teamentwicklung. Vom Nebeneinander zum Miteinander. Konflikt als Ressource.
Montagmorgen, Teamsitzung. Einer erzählt zu lang. Eine andere trommelt mit den Fingern auf den Tisch. Keiner sagt etwas. Aber alle spüren es. Das ist kein Drama. Das ist der Anfang eines Musters, das viel über das Team verrät.
Warum Reibung kein Warnsignal ist
Konflikte entstehen, wenn unterschiedliche Stärken aufeinandertreffen. Schnelligkeit reibt an Gründlichkeit. Pragmatismus reibt an Sorgfalt. Klarheit reibt an Empathie. Jede dieser Reibungen ist ein Hinweis. Nicht auf das, was im Team falsch läuft. Sondern auf das, was zu integrieren wäre.
Das Modell von Schulz von Thun, das auf Aristoteles zurückgeht. Jede Stärke hat eine Komplementärstärke. Ohne sie wird die Stärke zur Übertreibung. beschreibt diesen Zusammenhang sauber. Schnelligkeit ohne Gründlichkeit wird zu Hektik. Sorgfalt ohne Schnelligkeit wird zu Lähmung.

Marcus Schweighart über die schnelle Zuschreibung, die jeder Konflikt zuerst auslöst.
„Ich fange sofort an, Zuschreibungen zu machen. Boah, der merkt nicht, was wichtig ist."
Das Wertequadrat in der Praxis
In jedem Team gibt es diese Reibungen. Schnelle gegen Sorgfältige. Strukturierte gegen Spontane. Direkte gegen Diplomatische. Das ist nicht ein Bug. Es ist ein Feature.
Das CLYOS Radar macht die Stärkenverteilung im Team sichtbar. Es zeigt, wo Komplementärstärken sich ergänzen und wo blinde Flecken entstehen. Im Workshop wird sichtbar, wie ein Team aktuell aufgestellt ist. Welche Stärken dominant sind. Welche fehlen. Welche reiben.
Das Ziel ist nicht, alle Stärken gleichmäßig zu verteilen. Es ist, Bewusstsein für die eigene Mischung zu schaffen.
3 Wege, Konflikte als Führungskraft produktiv zu nutzen
Reflexionsfrage
Welche Eigenschaft in Ihrem Team nervt Sie am meisten? Und was könnte die gute Absicht dahinter sein? Diese Frage ändert oft mehr als ein ganzer Workshop.

Aus Folge 1 des HBC-Podcasts. Marcus Schweighart über die schnelle Zuschreibung im Konflikt.
„Ich fange sofort an, Zuschreibungen zu machen. Boah, der merkt nicht, was wichtig ist."
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